Jugend forscht 2018

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Junge Talente zeigen ihre Projekte beim diesjährigen Regionalausscheid in Madrid.

Der diesjährige Wettbewerb der Deutschen Schulen der Iberischen Halbinsel stand unter dem Motto:

Was waren die Fragen, die Schüler unserer Schule im wissenschaftlich technischen Sektor bewegen?

Die Projekte zeigten Arbeiten aus dem Bereich Physik, Chemie, Technik und Arbeitswelt und beschäftigten sich immer mit der Frage:

Was kann ich tun, um alltägliche Dinge zu verbessern, Lebenssituationen zu erleichtern oder technische Prozesse zu optimieren.

Sehr erfreulich ist an unserer Schule, dass die meisten Jungforscher schon seit einigen Jahren an verschiedenen Projekten arbeiten, die sie immer weiter entwickelt haben oder einfach neue kreative Ideen in den Wettbewerb einbringen.

So z.B Marc, der sich schon seit zwei Jahren Gedanken darüber macht, wie Flugzeugturbinen effizienter und umweltschonender eingesetzt werden können.

Die gemeinsamen Experimente mit Blanca konnte nicht nur die Jury vom

Projekt „ Elektrische Turbine, eine ökologische Maschine“ überzeugen, sondern haben auch einen früheren Nobelpreisträger der Chemie, Herrn Professor Huber begeistert.

Marc und Blanca erklären ihr Modell der ökologischen Maschine, vom Professor auch als „Haartrockner“ bezeichnet.

 

Für ihre Arbeit wurden Blanca und Marc mit einem zweiten Platz der Jury und dem MINT-Sonderpreis geehrt,

Ebenso überzeugend waren die Untersuchungen von Paula mit ihrer Arbeit„sound of color“.

Paula hat sich die Frage gestellt, wie kann man hörgeschädigten Menschen, das Gefühl vermitteln, Töne zu empfinden.

Sie hat mit ihrer Arbeit die Verknüpfung zwischen dem Hörsinn und dem Farb(Seh)sinn geschaffen und hörbare Töne bestimmter Frequenzen in Farben übertragen.

Für diese Leistung erhielt sie einen dritten Preis der Jury.

Paula im Gespräch mit Prof. Huber, Nobelpreisträger der Chemie.

 

Die letztjährigen Gewinner eines ersten Preises in der Kategorie Schüler experimentieren zeigten in diesem Jahr beim Vergleich der miteinander konkurrierenden Teams aus Jugend forscht eine sehr interessante und beeindruckende Arbeit über Levitation.

Jon Ander, Erlantz und Gunter präsentierten am praktischen Beispiel, wie man mit Hilfe von Ultraschallwellen kleinere Körper zum Schweben bringen kann.

Ziel ihrer Untersuchungen war es dabei, Gefahrenstoffe oder Gegenstände mit z.B. hohen Temperaturen kontaktlos transportieren zu können.

Sie haben sich eine praktikable Versuchsanordnung ausgedacht und die Programmierung der Ultraschallwellen erstellt, die es ermöglicht leichte Körper in vertikaler Richtung zu bewegen.

Die Jury belohnte die Arbeit mit einem dritten Preis in der Kategorie Technik und einem Anerkennungspreis der Nachwuchsjury.

Auch in diesem Jahr stellten Jon Ander, Gunter und Erlantz ein technisch-elektronisch anspruchsvolles Projekt vor, das noch Raum zu weiteren Untersuchen lässt und neugierig auf die Weiterentwicklung macht.

 

Die Untersuchungen von Maria und Ines waren eine Arbeit zum Thema „Regen stört uns nicht“  – ein „für das Baskenland typisches Thema“, wie bei der Verleihung des dritten Preises für diese Arbeit von der Jury „gespöttelt“ wurde.

Ines und Maria haben in ihrem Projekt untersucht, welche Regionen Afrikas von Trockenheit betroffen sind und welche Regionen  zahlreiche  Niederschläge verzeichnen.

Ihre Frage war dabei, wie kann man diese konträre Situation kombinieren, um Regionen mit wenig oder keinen Niederschlägen regelmäßig mit Wasser zu versorgen.

Ihre Arbeit wurde mit einem dritten Preis der Jury belohnt.

Interessierte Schüler der Deutschen Schule Madrid informieren sich über Möglichkeiten der Regenwassernutzung.

 

Zwei Schüler, die inzwischen schon zu den „alten Hasen“ aus „Schüler experimentieren – Jugend forscht „ gehören sind Alberto und Borja.

Sie sind schon seit Jahren immer wieder mit neuen und interessanten Objekten beim Regionalwettbewerb vertreten.

Mit ihren meist dem Alltag entnommenen Themen zeigen sie immer wieder, dass unser tägliches Leben immer wieder Fragen aufwirft, was verbesserungsfähig ist.

In diesem Jahr haben die beiden Untersuchungen angestellt, um eine Tinte zu finden die aus einem natürlichen Extrakt gewonnen wurde, hautverträglich ist und ebenso problemlos entfernt werden kann.

Mit Unterstützung ihrer Chemielehrerin erlangten sie Kenntnisse über die Möglichkeit Doppelbindungen von Benzolen zu spalten und somit Farben aus Extrakten löschen zu können.

Da ihr Projekt außerhalb der Jury die Aufmerksamkeit eines Chemieprofessors an der Uni Madrid erlangte, existiert jetzt parallel zur schulischen Unterstützung auch die Zusage der Unterstützung bei der zukünftigen Weiterentwicklung dieses Projektes.

Freuen wir uns also auf diese Weiterentwicklung und auf die nächsten tollen wissenschaftlich-technischen Untersuchungen aller Teilnehmer der AG „Jugend forscht“

An dieser Stelle auch der Dank an alle Eltern, Vorstand, Verwaltung, Lehrer und Betreuer und natürlich an alle Schüler, die diese Erfolge erst ermöglichen!

Als Projektbetreuer möchte ich mich besonders bei allen Schülerinnen und Schülern bedanken, für das interessierte Arbeiten an den Projekten, für die gegenseitige Unterstützung und ein harmonisches entspanntes Arbeitsklima.

Bis zum nächsten Mal.